Wenn Sie einen Bußgeldbescheids erhalten, können Sie hiergegen Einspruch einlegen. Dies wird Ihnen zudem in der dem Bußgeldbescheid beigefügten Rechtsmittelbelehrung mitgeteilt. Ein Einspruch muss zwingend innerhalb von zwei Wochen nach der Zustellung des Bußgeldbescheids erhoben werden. Legen Sie den Einspruch später ein, wird dieser nicht mehr berücksichtigt und das Bußgeld wird wirksam.

Was passiert wenn Sie Einspruch einlegen?

Nur was passiert wenn Sie einen Einspruch einlegen? Zunächst prüft die Behörde aufgrund der dem Einspruch beizulegenden Begründung, ob von einem Bußgeld abgesehen werden kann. Es ist also wichtig, dass Sie den Einspruch entsprechend begründen. Dabei müssen Sie alle Umstände mitteilen, welche Ihrer Meinung nach relevant sind. Es empfhielt sich deshalb den Sachverhalt durch einen Rechtsanwalt aufbereiten zu lassen, damit der Einspruch eine höhere Erfolgschance hat. Nachdem die Behörde den Einspruch geprüft hat, wird Ihnen mitgeteilt, ob von dem Bußgeld abgesehen wird oder es ev. geändert wird. Gleiches gilt natürlich im Falle von Punkten oder einem Fahrverbot. Wenn der Einspruch von der Behörde nicht positiv beschieden wird, wird dieser automatisch dem zuständigen Amtsgericht zur Entscheidung vorgelegt.

Das Gerichtliche Verfahren

Dann befinden Sie sich im gerichtlichen Verfahren, es kommt nun mehr darauf an, die Entscheidung der Behörde über den Einspruch gegen den Bußgeldbescheid professionell anzugreifen. Spätestens jetzt sollten Sie einen Rechtsanwalt einschalten. Es ist außerdem ratsam die Akte erneut anzusehen. Dies wird mit einem Akteneinsichtsersuchen vollzogen. Dabei wird die Akte an den Rechtsanwalt übersandt. Es kann nun mehr geprüft werden, ob Fehler in dem Verfahren vorliegen. Das Gericht bestimmt außerdem einen Termin, in welchem über den Einspruch entschieden wird. Hierzu werden Sie als Betroffener geladen. Im Termin muss alles vorgetragen werden, was zu Ihrer Entlastung beitragen kann. Abschließend wird durch den Rechtsanwalt ein Plädoye gehalten und Sie können als Betroffener das letzte Wort wahrnehmen. Dies bedeutet Sie können abschließend zu der bisherigen Berwertung des Gerichts Stellung nehmen. Dann ergeht eine gerichtliche Entscheidung. Im Fall eines Freispruchs sind alle Rechtsfolgen des Bescheids beseitigt und die bei Ihnen angefallenen Kosten werden von der Staatskasse getragen. Im Falle der Aufhebung des Bußgeldbescheids sind Sie zwar von der Beschwer des Bescheids befreit, müssen aber ggfs. die Kosten tragen. Im Falle des Verwerfens des Einspruch treffen Sie die vollen Auswirkungen des Bußgeldbescheids. Sie haben dann wiederum die Möglichkeit gegen die Entscheidung des Gerichts ein weiteres Rechtsmittel einzulegen.